
Im Rahmen meiner MBA-Abschlussarbeit beschäftigte ich mich mit dem Thema Vertrauen im Projektmanagement. Und jetzt fühle ich mich wie jemand mit einem Hammer in der Hand, für den jede Aufgabe wie ein Nagel aussieht.
Es ist nahezu egal welcher Aspekt diskutiert wird, Vertrauen ist ein zentrales Thema, das aktuell massiv erschüttert wird. Seien es autokratische Entscheidungen, seien es KI-Systeme, seien es Mitarbeiterthemen.
Im Kontext mit KI-Systemen wird immer die Frage gestellt "Können wir den Systemen und ihren Ergebnissen vertrauen?". Hierzu halte ich es wie Konrad Paul Liesmann, der im Bezug auf technische Systeme meint "Technische Systeme funktionieren oder funktionieren nicht - das ist keine Frage des Vertrauens". Vertrauen ist eine rein menschliche Ebene, die bewußtes Risikoeingehen bedeutet - in der Hoffnung, dass mir mein Gegenüber nichts Schlechtes will. Vielfältig sind die Wirkungen, die daraus resultieren. Sie können mit vertrauensbasierter Projektarbeit die Performance eines Teams entfesseln oder unterbinden. Sie können sich mit enttäuschtem Vertrauen viel Arbeit erzeugen, damit Sie wieder in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zurückfinden.
Gehen Sie mit mangelndem Selbstvertrauen auf andere zu, spüren Ihre Gegenüber dies und reagieren auch zurückhaltend und vorsichtig. Vertrauen ist ein großes Wort mit noch größerer Wirkung, wenn es darum geht Erfolge zu ermöglichen.
Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht? Haben Sie Ihre Kontrollmechanismen wg. enttäuschtem Vertrauen intensiviert oder wagen Sie erneut einen Versuch eine vertrauensvolle Basis zu schaffen?
Ich freue mich auf Ihre Gedanken und Rückmeldungen.
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